„Es mag Zeiten geben, da wir gegen Ungerechtigkeiten machtlos sind, aber wir dürfen nie versäumen, dagegen zu protestieren.”
Armangul Kapasheva und Sholpan Khasenova sind die Witwen der im Februar 2007 im Auftrag von Rakhat Aliyev verschleppten, gefolterten und ermordeten kasachischen Bankmanager Zholdas Timraliyev und Aybar Khasenov.
Armangul Kapasheva wurde im heutigen Kasachstan geboren. Nach dem Wirtschaftsstudium arbeitete sie in einer Bank, wo sie ihren späteren Mann Zholdas Timraliyev kennenlernte. Zusammen lebten sie in Almaty und haben drei gemeinsame Kinder.
Noch am Tag der Entführung ihres Mannes, setze Armangul alle Hebel in Bewegung, telefonierte, organisierte Pressekonferenzen und schrieb an den Präsidenten. Sie scheute keine Konfrontation. Auch eine drohende Strafanzeige von Seiten Aliyevs schüchterte sie nicht ein, vielmehr übte sie weiter Druck aus.
Erst ihr öffentliches Auftreten zwang die kasachischen Behörden, aktiv zu werden und ein Verfahren gegen Aliyev einzuleiten.
Sholpan Khasenova kam ebenfalls im heutigen Kasachstan zur Welt. Die Witwe von Aybar Khasenov, machte sich nach ihrem technischen Hochschulabschluss selbständig. Gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann hat sie zwei Kinder.
Diese zwei Frauen sind die Gründerinnen und somit die „Gesichter“ des öffentlichen Fonds „Tagdyr“, einer Stiftung, die die Interessen der Opfer von Rakhat Aliyev und seiner Komplizen vertritt. Ihr Ziel, das sie mit sehr großem persönlichen Einsatz verfolgen, besteht darin, auf das Verbrechen an ihren Ehemännern und auf die Schicksale zahlreicher anderer Opfer international aufmerksam zu machen und die Täter einem gerechten und rechtsstaatlichen Urteil zuzuführen.

English
Deutsch
Русский